Chor

Kölner Philharmonie, Konzert Rossini Suppé

Der heute ca. 100 Mitglieder zählende Philharmonische Chor Köln wurde im Jahre 1947 von Prof. Philipp Röhl gegründet und führt seitdem regelmäßig Chorwerke verschiedener Epochen auf. Dabei erhielten neben den bekannten großen Werken der Chorliteratur von Bach bis Britten auch selten aufgeführte Werke von Honegger, Szymanowski, Suter, Suppé, Dupré und Kodály einen Platz im Repertoire des Chores. Die Komponisten Rudolf Petzold und Zoltán Kodály gehören zu den Ehrenmitgliedern des Chores.

Seit 1990 liegt die musikalische Leitung des Philharmonischen Chores in den Händen von Prof. Horst Meinardus – eine fortführende Kontinuität, die in der Qualität sowohl der Probenarbeit wie auch der Aufführungen spürbar ist. Der hohe musikalische Anspruch des großen Laienchores lässt sich nur durch besonderes Engagement jedes Mitgliedes erfüllen. Hierzu gehört eine intensive ganzjährige Probenarbeit, ergänzt durch Probenwochenenden und Stimmbildung.

In jüngerer Vergangenheit hat der Philharmonische Chor Köln zwei größere Projekte in Kooperation mit der Brussels Choral Society verwirklicht: A Sea Symphony von Ralph Vaughan Williams und Dvoraks Requiem wurden in Brüssel und in Köln aufgeführt. Im Sommer 2012 wirkte der Philharmonische Chor Köln außerdem bei einer konzertanten Aufführung von Rossinis Oper Guillaume Tell mit.

2013 brachte der Chor beim Eröffnungskonzert des Chorfestivals des Verbandes Deutscher Konzertchöre in Zwickau die Carmina Burana zur Aufführung. Es folgten zwei Konzerte mit dem Fleischmann Chor Cork/Irland, zu dem bereits viele Jahre freundschaftliche Verbindungen bestehen, in Cork und Köln. Auf dem Programm stand A Child of Our Time von Michael Tippett – ein Oratorium, das die Pogrome der Nazi-Zeit thematisiert.

Ein besonderer Höhepunkt im Schaffen des Chores und seines künstlerischen Leiters war 2014 die viel beachtete Aufführung des War Requiem von Benjamin Britten zum Gedenken an den Beginn des 1. Weltkrieges 1914.

Auch in der nächsten Saison wird der Philharmonische Chor mit einer Mischung aus neuen und wenig bekannten Werken, wie der Messa di Gloria von Puccini, dem Te Deum von Bizet oder Martin Palmeris Misa a Buenos Aires (Tango-Messe), die auch beim Festival ACHT BRÜCKEN 2016 zu hören war, aber auch etablierten Repertoire-Werken wie Verdis Requiem seinem Konzertpublikum ein interessantes Programm anbieten.