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»Demut« – Musik zwischen Schmerz, Trost und Hoffnung

Mozarts unvollendetes Vermächtnis, sein berühmtes Requiem in d-moll, berührt seit seiner Entstehung durch seine existenzielle Dringlichkeit und spirituelle Kraft. Die Unausweichlichkeit des Todes, die Trauer der Überlebenden und die Ankündigung des Jüngsten Gerichts durchziehen dieses monumentale Werk und konfrontieren uns mit unserer eigenen Endlichkeit. Mozarts Musik schafft es dabei auf unnachahmliche Weise, in diesen Momenten der Finsternis aufkeimende Hoffnung zu erzeugen, die den Sieg des Lebens über das Bedrohliche des Todes in sich trägt. In seinen Worten: „da der Tod […] der wahre Endzweck unseres Lebens ist, […hat] sein Bild nicht allein nichts schreckendes mehr für mich […], sondern recht viel beruhigendes und tröstendes!“

Rheinbergers Stabat Mater in g-Moll, weniger bekannt, aber nicht minder bewegend, ist eines seiner persönlichsten Werke. Die eingenommene Perspektive der Mutter, die ihren sterbenden Sohn am Kreuz betrachten muss, erzeugt Mitleid im tiefsten Sinne. Rheinbergers innig-romantische Harmonik und lyrische Klarheit versteht es, die die Atmosphäre von Leid und Schmerz immer wieder in Hoffnung auf Erlösung zu verwandeln.

Die Kombination der beiden Werke und ihre enge thematische Verbindung über die Jahrhunderte lassen in der Konsequenz mehrere Schlüsse zu: Demut gegenüber dem Leben, Auftrag zur Vermeidung menschlichen Leids, Empathie und Hilfe für Betroffene und Mut zur Hoffnung.

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